Fußball

WM-Mitgastgeber USA hat am Samstag eine empfindliche Testniederlage einstecken müssen. Die Truppe von Teamchef Mauricio Pochettino zog in Atlanta trotz einer zwischenzeitlichen 1:0-Führung und einem 1:1 zur Pause gegen Belgien mit 2:5 den Kürzeren. Gerade noch eine Niederlage abwenden konnte mit Kanada ein weiterer Endrundenmitveranstalter. Die Auswahl von Ex-Salzburg-Trainer Jesse Marsch trennte sich im BMO Field in Toronto von Island mit 2:2.

Weston McKennie (39.) brachte die USA nach einem Corner in Führung, der schnelle Ausgleich von Zeno Debast (45.) ließ den Jubel der Heimischen aber bald wieder verfliegen. Mit drei Toren innerhalb von 15 Minuten durch Amadou Onana (53.), Charles De Ketelaere (59./Elfmeter) und „Joker“ Dodi Lukebakio (68.) sorgten die Belgier in einer starken Phase für die Vorentscheidung. Letzterer fixierte in der Folge auch noch einen Doppelpack (82.). Der Schlusspunkt war aufseiten der US-Amerikaner Patrick Agyemang (87.) vorbehalten.

David verwertet zwei Elfer für Kanada

Die Kanadier zeigten Comebackqualitäten, konnten einen 0:2-Pausenrückstand egalisieren. Hauptverantwortlich dafür war Juventus-Stürmer Jonathan David mit einem Elfmeter-Doppelpack (67., 75.) und seinen Teamtoren Nummer 40 und 41. Ohne ihren angeschlagenen Leistungsträger Alphonso Davies hatten die Kanadier zwar schon vor der Pause mehr Ballbesitz und ein Chancenübergewicht, die Tore fielen aber nur aufseiten des WM-Zuschauers.

Real-Sociedad-Stürmer Orri Oskarsson traf doppelt (9., 21.). Der 21-Jährige profitierte von einem zu kurzen Miller-Rückpass und schoss kurze Zeit später nach einem idealen Ellertsson-Zuspiel neuerlich ein. Die Kanadier beendeten die Partie zu zehnt, da Tajon Buchanan wegen eines Ellbogenchecks in der 80. Minute ausgeschlossen wurde. Ihr erstes Match in diesem Jahr hatten die Kanadier am 18. Jänner mit 1:0 gegen Guatemala gewonnen.

Eine knappe Niederlage setzte es für Schottland im Glasgower Hampden Park. Den Treffer zum 1:0-Sieg der etwas gefährlicheren Japaner erzielte Junya Ito nach Shiogai-Vorarbeit in der 84. Minute.

Nach der Aberkennung des Titels beim Afrikacup hat die Fußballnationalmannschaft des Senegal ein Zeichen der Unbeugsamkeit gesetzt. Die Spieler trugen den Pokal für den Sieger des Kontinentalwettbewerbs vor Anpfiff des Testspiels gegen Peru auf einer Art Ehrenrunde im Pariser Stade de France und ließen sich von den Fans feiern. Auch auf der Tribüne und im Kabinengang präsentierten die Senegalesen die Trophäe mit ausgelassener Freude.

Die Aktion ist vor allem für den afrikanischen Fußballverband (CAF) ein Affront. Das Berufungsgericht des CAF hatte zwei Monate nach dem von Tumulten geprägten Endspiel dem Einspruch von Marokko stattgegeben und das Match, das der Senegal sportlich mit 1:0 nach Verlängerung gewonnen hatte, mit 3:0 für den Gastgeber gewertet. Daraufhin hatte es zahlreiche Kritik aus der Fußballwelt gegeben.

Senegal legte Berufung ein

Der senegalesische Verband legte Berufung vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) ein. Diese zielt darauf ab, die CAF-Entscheidung aufzuheben und Senegal wieder zum Sieger des Afrikacups zu erklären.

Das CAF-Gericht hatte seine Entscheidung damit begründet, dass das senegalesische Team durch das Verlassen des Platzes aus Protest gegen eine Schiedsrichterentscheidung gegen Ende der regulären Spielzeit die Partie aufgegeben habe. In erster Instanz war Senegals Verband nur zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Finale des Afrikacups am 18. Jänner war infolge fragwürdiger Entscheidungen komplett aus dem Ruder gelaufen.

Österreichs Fußball-WM-Gruppengegner Argentinien muss bei der Endrunde in Nordamerika auf Stürmer Joaquin Panichelli verzichten. Der 23-jährige Straßburg-Profi erlitt einen Kreuzbandriss und fällt damit monatelang aus. Panichelli führt derzeit die Schützenliste der Ligue 1 mit 16 Treffern an, er wäre auch im Kader des regierenden Weltmeisters für den aktuellen Lehrgang gestanden.

Joaquin Panichelli im Straßburg-Dress
Reuters/Antonio Bronic

Red Bull Salzburg hat in der Admiral Frauen-Bundesliga die Chance auf die Teilnahme an der Meistergruppe gewahrt. Die Salzburgerinnen gewannen am Samstag in der letzten Grunddurchgangsrunde auswärts gegen Neulengbach mit 3:1 und schoben sich damit vor den punktegleichen Altacherinnen an die vierte Stelle. Den Vorarlbergerinnen reicht aber am Sonntag beim Dritten Sturm Graz schon ein Unentschieden, um das Ticket für das obere Play-off zu lösen.

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ÖFB

Südkoreas Fußballnationalmannschaft hat am Samstag in einem Länderspiel gegen die Elfenbeinküste eine empfindliche Niederlage kassiert. Der kommende Gegner des ÖFB-Teams verlor in Milton Keynes (England) gegen die Afrikaner, die ebenfalls bei der WM im Sommer in Nordamerika dabei sind, mit 0:4. Austria-Wien-Profi Lee Tae Seok kam bei den am Dienstag im Wiener Happel-Stadion gastierenden Südkoreanern nicht zum Einsatz.

Österreichs Fußball-Männer-Nationalteam hat am Samstag erstmals überhaupt im neuen ÖFB-Campus trainiert – und das vor rund 1.000 vorwiegend jungen Fans. Am Tag nach dem 5:1-Testspielsieg über Ghana waren alle Tickets für das Kleinstadion in Wien-Aspern vergeben.

Bereits vor Beginn der Einheit kam der komplette Kader auf den Platz und schrieb Autogramme. Eine halbe Stunde später begann das Training, wobei nur knapp die Hälfte des aktuellen Aufgebots auf dem Rasen zu sehen war.

ÖFB-Team: Fans strömen zu öffentlichem Training

Die vier Tormänner Alexander Schlager, Patrick Pentz, Florian Wiegele und Tobias Lawal sowie David Alaba, Marko Arnautovic, Xaver Schlager, Carney Chukwuemeka, Sasa Kalajdzic, Michael Svoboda und David Affengruber übten eine Stunde in der frischen Luft. Der Rest der Mannschaft nutzte die Indoor-Trainingsmöglichkeiten im Campus etwa zur Regeneration.

Am Sonntag folgt die zweite, diesmal nicht öffentliche Einheit im ÖFB-Campus. Das Abschlusstraining für das Dienstag-Testmatch gegen Südkorea steigt am Montag im Happel-Stadion.

Tennis

Aryna Sabalenka hat zum zweiten Mal in ihrer Karriere und auch in Folge das WTA-1000-Turnier in Miami gewonnen. Die Weltranglistenerste behielt am Samstag im Endspiel gegen die als Nummer vier gesetzte US-Amerikanerin Coco Gauff mit 6:2 4:6 6:3 die Oberhand. Es war ihr einziger Satzverlust im Turnierverlauf, 2025 hatte sie an selber Stelle keinen Satz abgeben müssen. Bei ihrer vierten Teilnahme an einem WTA-Event 2026 sicherte sich die 27-Jährige den dritten Titel.

Die 24-fache WTA-Turniersiegerin aus Belarus fixierte damit das „Sunshine Double“, Mitte März hatte sie auch in Indian Wells den Siegerscheck mit nach Hause genommen. Dieses Kunststück war zuvor mit Steffi Graf, Kim Clijsters, Viktoria Asarenka und Iga Swiatek nur vier anderen Spielerinnen innerhalb einer Saison gelungen.

Satz Nummer eins war eine Machtdemonstration von Sabalenka, der dank Breaks zum 1:0 und 5:2 ungefährdet war. Danach konnte die im Ranking auf Position vier liegende Gauff deutlich mehr Gegenwehr leisten und mit ihrem ersten Satzball zum 6:4 bei Aufschlag Sabalenka auf 1:1 stellen.

Sabalenka ließ sich davon nicht beirren und nahm im Entscheidungssatz wieder das Heft in die Hand. Diesmal knöpfte sie ihrer Gegnerin zum 1:0 und 6:3 das Service ab. Nach 2:09 Stunden war der Erfolg schon nach dem ersten Matchball in der Tasche.

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Sebastian Ofner hat beim ATP-100-Challenger im spanischen Alicante den Einzug ins Endspiel verpasst. Der topgesetzte Steirer musste sich im Halbfinale dem ehemaligen Top-Ten-Spieler Pablo Carreno Busta nach zwei Stunden Spielzeit mit 6:3 3:6 4:6 geschlagen geben.

Trotz der knappen Niederlage kann Österreichs Nummer eins nach den vergangenen Turnierwochen positiv bilanzieren. Mit Erfolgen bei den Challenger-Events in St. Brieuc (FRA) und Thionville (FRA) hatte sich Ofner im März wieder in die Top 100 gekämpft.

Nach dem Viertelfinale in Murcia in der Vorwoche und dem Semifinal-Einzug in Alicante wird Ofner in der kommenden Woche nach aktuellem Stand erstmals seit Oktober 2024 wieder den Sprung in die Top 80 des ATP-Rankings schaffen.

Basketball

Die Oberwart Gunners haben win2day Basketball Superliga-Tabellenführer Kapfenberg Bulls mit einem 80:69 am Samstag die erste Heimniederlage seit über drei Monaten zugefügt.

Der Titelverteidiger aus dem Burgenland lag im Spitzenspiel der Platzierungsrunde in der ersten Halbzeit bereits um zehn Punkte zurück. Ein 26:13 im dritten Viertel ebnete den Gunners, bei den Glenn Taylor mit 19 Punkten Topscorer war, den Sieg und den ersten Erfolg nach zuletzt drei Niederlagen in Serie.

Oberwart rückte damit in der Tabelle wieder auf den zweiten Platz vor und liegt nur aktuell vier Punkte hinter Kapfenberg.

In der Qualifikationsrunde haben die Swans Gmunden und die Traiskirchen Lions jeweils klare Auswärtssiege gefeiert: Die Oberösterreicher deklassierten Eisenstadt mit 103:64, die Niederösterreicher siegten in St. Pölten ungefährdet 107:87.

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Snowboard

Doppelolympiasieger Alessandro Hämmerle hat die Weltcup-Saison der Snowboardcrosser am Samstag mit Platz fünf in Mont-Sainte-Anne (Kanada) beendet. Der Vorarlberger, der schon davor keine Chance mehr auf den Gewinn des Gesamtweltcups hatte, entschied das kleine Finale nach Fotofinish für sich.

Der Sieg am letzten Weltcup-Tag ging an den Australier Adam Lambert, Jakob Dusek und Lukas Pachner scheiterten im Viertelfinale.

Bei den Frauen schaffte es die Niederösterreicherin Pia Zerkhold auf Rang sieben. Die Gesamtweltcup-Erfolge holten sich Tagessiegerin Charlotte Banks (GBR) und Leon Ulbricht (GER).

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Florian Lechner hat sich beim Weltcup-Finale der Snowboarder in Silvaplana in der Halfpipe als Elfter klassiert, es ist das sein bestes Karriereergebnis. Der 20-Jährige war als 13. der Qualifikation ins Feld der besten 14 vorgestoßen, in dem er sich noch verbesserte.

Der Tagessieg ging an den japanischen Olympiasieger Yuto Totsuka, der sich auch den Sieg in der Disziplinenwertung sowie in der „Park & Pipe“-Gesamtwertung holte. Lechner wurde im Halfpipe-Abschlussklassement 21.

Handball

JAGS Vöslau hat am Samstag die Tabellenspitze der Handball Liga Austria (HLA) übernommen. Die Niederösterreicher feierten einen 29:21-Heimsieg über den SC Ferlach und führen damit im Ranking vor den punktegleichen Hardern, die bereits am Freitag bei den Fivers Margareten 28:26 gewonnen hatten.

Der bisherige Leader HC Linz kassierte eine 27:31-Heimniederlage gegen BT Füchse und liegt nun einen Zähler hinter dem Führungsduo.

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Freestyle

Lara Wolf hat zum Saisonabschluss beim Freeski-Weltcup in Silvaplana im Slopestyle Rang fünf belegt. Auf das Podest fehlten der Tirolerin am Samstag beim Heimerfolg der Schweizerin Sarah Höfflin 10,31 Punkte. Bei den Männern sprang Matej Svancer bei seinem finalen Auftritt in diesem Winter auf den siebenten Platz. Den Sieg sicherte sich der norwegische Olympiasieger Birk Ruud.

Im Gesamtweltcup liegt Wolf vor dem abschließenden Halfpipe-Bewerb am Sonntag, in dem sie nicht am Start ist, auf Rang sechs. Sie wird jenen nach 2021/22 jedenfalls zum zweiten Mal in den Top Ten beenden. Den Slopestyle-Weltcup schloss die 26-Jährige auf Rang drei ab. „Dieser dritte Platz ist ein schöner Trostpreis, nachdem es bei den Olympischen Spielen leider mit einer Medaille nicht geklappt hat“, meinte Wolf.

Titelverteidiger Svancer spielte im Kampf um die große Kristallkugel in diesem Winter keine Rolle. Aufgrund einer hartnäckigen Fersenverletzung war der Olympiabronzemedaillengewinner im Big Air erst verspätet in die Saison eingestiegen. Vor dem finalen Halfpipe-Bewerb liegt Svancer auf Rang 14. Über seine Vorstellung am Samstag sagte er: „Meine Runs waren einfach nicht clean genug, aber es war trotzdem ein passabler Saisonabschluss.“

Football

Die Danube Dragons haben die Vienna Vikings im Auftaktspiel der neuen Saison der Austrian Football League (AFL) überraschend klar geschlagen. Der Meister setzte sich am Samstag im Donaufeld mit 35:14 (14:7) durch. Es war die Neuauflage der letztjährigen – und später annullierten – Austrian Bowl. Den Vikings wurde der Titel aufgrund eines nicht einsatzberechtigten Spielers aberkannt.

In einem weiteren Spiel gewannen die Salzburg Ducks daheim gegen Neuling Fehervar mit 16:13 (13:0).

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TV-Programm

Samstag, 28. März
18.20 Uhr Handball HLA: Vöslau - Ferlach OSP
18.30 Uhr Eiskunstlauf WM Eistanzen Kür, Prag ON
20.15 Uhr Basketball Damen Superliga: Wels - Klosterneuburg OSP
Sonntag, 29. März
09.45 Uhr Skifliegen Herren, Planica ORF1
10.25 Uhr Snowboard Slopestyle, Silvaplana OSP
11.15 Uhr Freestyle Skicross, Gällivare ON
13.25 Uhr Freestyle Halfpipe, Silvaplana OSP
15.00 Uhr Fußball Frauen Bundesliga: BW Linz - Austria Wien OSP
15.05 Uhr Eishockey ICE Halbfinale: Graz - Fehervar ORF1
Montag, 30. März
13.30 Uhr Fußball PK vor Österreich - Südkorea OSP
17.15 Uhr Tischtennis Damen Austria Cup Finale OSP
20.15 Uhr Tischtennis Herren Austria Cup Finale OSP

OSP = ORF Sport +

Alle Übertragungen sind auch im Stream auf ORF ON abrufbar.

Vorbehaltlich kurzfristiger Änderungen